Über Grenzen

Die Willkommenskultur des Corso Leopold e.V. hat ihre Grenzen. Sie sind sie da gesetzt, wo eine Organisation ausdrücklich andere ausgrenzt. Eine solche Organisation will nun per Gerichtsentscheidung den Corso-Vorstand verpflichten, insgesamt eine Fläche von 18 Quadratmeter für zwei Faltzelte mit Tischen und Stühlen zu überlassen. Er solle sich, wie die öffentliche Hand, an Grundrechte halten. Mit der „Ausgrenzung“ und dem gleichzeitigen Genehmigen von Ständen aller anderen Parteien werde gegen diese „rechtswidrig verstoßen“.

Das ist interessant. Einerseits wird die grundsätzliche Differenz zu „allen anderen Parteien“ betont, Abgrenzung ist geradezu der Markenkern, andererseits will man unbedingt gleich mit allen anderen sein. Einerseits grenzt man Menschen aus, die Zuflucht in unserem Land suchen, andererseits beklagt man sich über Ausgrenzung und nennt sie in vielen liebevollen Schreiben an den Corso-Vorstand „faschistisch“. Was denn nun? Warum will man denn unbedingt bei den „Faschisten“ mitmachen? Gilt bei diesen Leuten „faschistische Ausgrenzung“ nun als etwas Positives?

Das verstehe, wer will. Wir warten ab, was das Gericht sagt. Und ansonsten gilt das Motto des Corso Leopold: „Miteinander Füreinander“. Nie war es so wertvoll wie heute.

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