Das Münchner Freiheitstor – ein Kunst-Projekt des Corso Leopold

Der Schwabinger Corso Leopold schlägt ein Kunstwerk für die Münchner Freiheit vor.

Die Idee wurde der Öffentlichkeit anlässlich des Empfangs des Corso Leopold für seine Mitglieder und geladene Gäste am 10. September 2017 vorgestellt.

Das Kunst-Projekt „ Münchner Freiheitstor“ kann durchaus als Herausforderung an den öffentlichen Diskurs in der Stadtgesellschaft verstanden werden.

Die Idee

Das Freiheitstor soll

die Sichtachse Feldherrn-Halle – Siegestor – XXX abschließen;

damit eine städtebauliche Dominante setzen;

mit dem Siegestor den Rahmen des neuen Kunstraums fassen;

die Sicht- und Entwicklungs-Achse Feldherrn-Halle/Siegestor/— als unvollendeten historischen Dreischritt verstehen und abschließen;

die erfolgreiche Geschichte der Werte des Grundgesetzes an seinem 70 Geburtstag 2019 ehren;

ein Kunstwerk sein, das Münchner Freiheitstor heißen soll, in Erinnerung an die Freiheitsaktion Bayern, den Widerstand in München und die ungebärdige Tradition Schwabings;

einen Abschluss der Leopoldstraße im Norden bilden und

einen Stadteingang von Norden her symbolisieren.

Ästhetik

Es scheint klar, dass ein solches Konzept nur einen Sinn haben kann, wenn seine Gestalt nicht einfach zur dekorativen Gestalt gerät. Dies wäre zB eine heute obsolete Architektur wie die des Siegestors mit seiner monarchisch-kriegerischen Triumphgeste, gekrönt von einer am römischen Vorbild orientierten Quadriga, auch kein geometrisches Gebilde oder platonischer Körper.

Vielmehr sollte seine Gestalt die nötige skulpturale Eigenständigkeit aufweisen, um inmitten von räumlichen, verkehrlichen, stadtplanerischen, politischen wie technischen Anforderungen ästhetisch in der Gegenwart zu bestehen, seine eigene Sprache zu entwickeln und ein Fanal für eine demokratische Zukunft sein.

Die Gestaltung soll den Gegensatz um Siegestor betonen. Es ist Bedingung, dass seine Höhenentwicklung diesem nicht nachstehen darf. Keinen Millimeter!

Es soll sich um eine Arbeit handeln, die zu den Bürgern der Stadt wie zu den Besuchern der Münchner Freiheit eine bestimmte Beziehung aufbauen kann und ihnen nicht einfach wie ein fremdes Objekt vorgesetzt wird. Es geht darum, den Orts-Geist von Schwabing zu erfassen, der wie kaum ein anderer geeignet ist, für einen stolzen Abschnitt deutscher Geschichte zu repräsentieren – für Freiheit und Widerstand, Phantasie und Weltgeltung, wunderbare Künstler und Traditionsbildung.

Charakteristik  des Projekts

In seiner dialektischen Spannung zum Siegestor bildet das Kunstwerk in jeder Hinsicht sein Gegenstück:

Krieg oder Frieden

Monarchie oder Demokratie

Untertan oder Bürger

Architektur oder Kunst

Rom oder München

Königshof oder Schwabing

Die Gegensätze verwandeln die Leopoldstraße zum Kunstraum:

  • Durch den temporären Corso Leopold
  • Durch sukzessive Abwicklung der Dominanz des Autoverkehrs
  • Durch skulpturale Prägung des Raums Leopoldstraße.
  • Durch die städtebauliche Rahmung.

Terminplanung

Das Freiheitstor soll der Beitrag Münchens zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes sein und das Denkmal für diese einmalige Zeit von Frieden in Freiheit setzen. Der Terminplan ist also ehrgeizig.

Zunächst müssen die baulichen Voraussetzungen geprüft werden. Was geht wo? Welche Belastung des Untergrunds ist möglich? Welche technischen Bedingungen sind zu erfüllen? Eine wichtige Rolle spielt hier das Baureferat.

Es ist geplant, angemessene Fördermittel einzuwerben, die im Rahmen unseres gemeinnützigen Vereins (Sonderkonto) oder auch einer Stiftung/Unterstiftung steuerlich abzugsfähig sind. Besonderer Augenmerk gilt Mitteln aus dem „Kunst am Bau“-Programm.

Die Zustimmung von Bezirksausschuss und Stadtrat ist einzuholen.

Ein Kostenrahmen wird definiert.

Ein künstlerischer Wettbewerb wird ausgeschrieben und mit den entsprechenden Mitteln ausgestattet.

Ekkehard Pascoe
Vorsitzender Corso Leopold e.V.
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
X